Für die Umsetzung von Webseiten gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Content-Management-Systemen (CMS). Sie erleichtern und ermöglichen Internetseiten zu pflegen und zu verwalten.

In unserer Tätigkeit als Webdesigner und Webentwickler haben wir Erfahrung mit verschiedenen CMS gesammelt. Für die Realisierung von Websites schlägt unser Herz für WordPress, da es auf technischer Ebene sehr suchmaschinenfreundlich ist und Websitebetreibern eine nahezu intuitive Pflege ihrer Internetseite durch das übersichtliche Backend ermöglicht.
Des Weiteren sehen wir einen Vorteil in der schnellen und stetigen Entwicklung des Systems auf Open-Source-Basis.

Trotz dieser positiven Eigenschaften trifft die Verwendung von WordPress als CMS für Websites häufig noch auf Vorurteile, die meist auf veraltete Informationen zurückzuführen sind.

Aus diesem Grund haben wir hier die häufigsten Fragen und Irrtümer zu WordPress zusammengstellt:

Frage 1: „Ist WordPress nicht nur für Blogs?“

Diese Frage rührt aus der WordPress Geschichte. Tatsächlich startete WordPress 2001 als reines Blogsystem, bevor 2008 die Entwicklung zu einem vollständigen CMS begann.

Der Unterschied liegt in WordPress.org und WordPress.com: Bei WordPress.com handelt es sich um ein gratis Blog Hosting System, das als Webapp bedient wird und die Erstellung eines Blogs erleichtert. Es ist unter Hobbyisten beliebt und vergleichbar mit Tumblr oder Blogger.
WordPress.org hingegen bietet eine Open-Source Software, um eigene Online Systeme zu erstellen.

Aussagen wie: mit WordPress lassen sich keine Seitentypen erstellen, es gäbe keine Datenbankabfragen oder Schnittstellenintegration, oder dass das System lediglich als Blog genutzt werden kann, beruhen auf Unwissenheit oder veralteten Tatsachen.

 

Frage 2: „Ist WordPress für große Unternehmen geeignet?“

Unter großen, weltweit bekannten Unternehmen, die WordPress als System für ihre Website nutzen, finden sich unter anderem folgende prominente Beispiele: CNN, New York Times, Mercedes Benz, Vogue und die US Army.

Eine aktuelle Erhebung von W3Techs Web Technology Surveys hat ergeben, dass jede vierte Internetseite mit WordPress betrieben wird. Von allen Websites, die mit einem CMS bedient werden, sind 60% eine WordPress Installation. 2014 ist WordPress zum 5. Mal in Folge als das CMS mit dem höchsten Nutzeranstieg ausgezeichnet worden.

 

Frage 3: „Ist WordPress sicher?“

Das leitende Unternehmen hinter WordPress, Automattic, beschäftigt derzeit ein Sicherheitsteam von über 25 Mitarbeitern, das sich ausschließlich mit dem Thema Sicherheit bei WordPress beschäftigt. Durch das einfache Updaten von kleinen Fixes und eine sehr aktive Community werden Sicherheitslücken sehr schnell entdeckt und geschlossen.

Wir updaten die Systeme unserer Hostingkunden regelmäßig und führen Wartungen/Backups der Websites durch.

 

Frage 4: „Gibt es versteckte Kosten?“

WordPress ist kostenfrei und es gibt keine versteckten Kosten. Sämtliche Updates sind ebenfalls kostenlos.

 

Frage 5: „Sind selbst entwickelte Systeme besser?“

Systeme, die von einem Programmierer oder einer Agentur einzig und allein für ein Unternehmen entwickelt werden, bieten aus unserer Sicht einige Nachteile, die man im Vorfeld bedenken sollte.

Da solche Individuallösungen häufig von einem kleinen Kreis von Entwicklern realisiert werden, ist die Sichtweise und der Kenntnisstand dieser Person oder des Teams maßgeblich für das Ergebnis. Naturgemäß ergibt sich aus der geringen Anzahl der Entwickler und ihres Wissens eine Einschränkung des Sichtwinkels auf das Projekt.
Darüber hinaus sind Eigenlösungen häufig nicht mit gängigen Plugins kompatibel. Dies kann zu immer neuen Entwicklungskosten und einem hohen Zeitaufwand führen, wenn Änderungen erforderlich werden. Gleichzeitig bleibt der Kunde mit einem eigens programmierten System meist von den ursprünglich ausgewählten Entwicklern abhängig, da für andere Dienstleister eine längere Einarbeitungszeit erforderlich wäre, um das Projekt zu übernehmen und fortzuführen.
Im Gegensatz hierzu werden Open-Source Projekte durch Schwarmintelligenz demokratisch vorangetrieben und bieten einen hohen Entwicklungsgrad innerhalb kürzerer Zeit. WordPress bietet Entwicklern die größtmögliche Freiheit, Lösungen in Form von Plugins oder Featuren selbst zu integrieren und setzt dem keine Grenzen.
Durch eine große Community werden Fehler, Bugs, Sicherheitslücken und neue Features sehr schnell als Update gefixt und veröffentlicht.

Ein großes internationales Team von Entwicklern ist kontinuierlich dabei, WordPress zu testen und zu verbessern. Darunter sind Entwickler von Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress, und freie Entwickler, die in der sehr aktiven Comunity etwas beitragen möchten.

 

Frage 6: „Schadet WordPress meiner SEO?“

WordPress bringt aus technischer Sicht viele Eigenschaften mit, die die Auffindbarkeit über die Suchmaschinen positiv beeinflusst. Wird das System professionell installiert und konfiguriert, ist eine saubere Basis geschaffen, auf der der Benutzer seine Inhalte veröffentlichen kann.
Das gilt für den technischen Aspekt der SEO (Search Engine Optimization / Suchmaschinen Optimierung). Hochwertige Inhalte müssen selbstverständlich immer noch geschaffen werden. Dabei sind wir Ihnen gerne im Bereich Text, Bild oder Video behilflich.